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    Collagen

  • Die Bilder habe ich über die Zeit unterschiedlichen Themen gewidmet.

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    Berlinale 2026: Auch in die­sem Jahr wa­ren die Film­fest­spie­le von po­li­ti­schen De­bat­ten be­glei­tet. Die Ga­la der In­ter­na­tio­na­len Film­fest­spie­le Ber­lin nutz­ten ei­ni­ge Preis­trä­ger für State­ments. Im Ver­lauf des Fes­ti­vals hat­te ein im Bran­chen­blatt "Va­rie­ty" ver­öf­fent­lich­ter of­fe­ner Brief von rund 80 in­ter­na­tio­na­len Film­schaf­fen­den die Ber­li­na­le we­gen "in­sti­tu­tio­nel­len Schwei­gens" zum Ga­za-Krieg kri­ti­siert und der Ber­li­na­le Zen­sur vor­ge­wor­fen. Auch Äu­ße­run­gen von Ju­ry­prä­si­dent Wim Wen­ders zur Rol­le von Kunst und Po­li­tik hat­ten Kri­tik aus­ge­löst. Wen­ders hat­te ge­sagt, » sie könn­ten sich nicht auf das Feld der Po­li­tik be­ge­ben. Film­schaf­fen­de müss­ten sich aus der Po­li­tik her­aus­hal­ten, sie sei­en ein Ge­gen­ge­wicht zur Po­li­tik. «

    Auf der Er­öff­nungs-Pres­se­kon­fe­renz hat­te ein Jour­na­list den dies­jäh­ri­gen Ju­ry­chef Wim Wen­ders auf ei­ne Po­si­tio­nie­rung der Ju­ry im Ga­za-Krieg an­ge­spro­chen. Die Ju­ry frag­te er, ob sie vor dem Hin­ter­grund, „dass die deut­sche Re­gie­rung den Völ­ker­mord in Ga­za un­ter­stützt und Haupt­geld­ge­ber der Ber­li­na­le ist, die­se se­lek­ti­ve Be­hand­lung der Men­schen­rech­te“ un­ter­stüt­ze. Der Kul­tur­staats­mi­nis­ter Wei­mer stell­te sich hin­ter Wen­ders. Er wer­de aus ei­ner be­stimm­ten Ecke von Ak­ti­vis­ten - „von Pa­li-Ak­ti­vis­ten“ - be­drängt, „noch mehr zu sa­gen, noch mehr zu tun“, sag­te Wei­mer. „Ich wür­de ihn da ger­ne in Schutz neh­men, weil ich fin­de, er hat ge­nau die rich­ti­gen Wor­te ge­fun­den.“

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    Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Do­brindt (CSU) hat der Augs­bur­ger All­ge­mei­nen ge­sagt, aus dem Ver­fas­sungs­schutz sol­le ein „ech­ter Ge­heim­diens­t“ mit ope­ra­ti­ven Fä­hig­kei­ten wer­den. Der Vi­ze-Vor­sit­zen­de des Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­mi­ums, der Grü­nen-Po­li­ti­ker von Notz, be­grü­ß­te die Vor­schlä­ge von Do­brindt zur Um­ge­stal­tung der Nach­rich­ten­diens­te. (Quelle: Deutschlandfunk, 03.02.2026)

    Was ist der Unterschied zwi­schen ei­nem Ge­heim­dienst und dem Ver­fas­sungs­schutz? Win­fried Kluth, Ex­per­te für öf­fent­li­ches Recht an der Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg, auf MDR AK­TU­ELL: Ge­meint ist ei­ne Be­hör­de, wie wir sie jetzt ha­ben, Ver­fas­sungs­schutz als Stel­le zur Samm­lung von Un­ter­la­gen für Zwe­cke des Ver­fas­sungs­schut­zes. Mit Ge­heim­dienst meint man ei­ne Be­hör­de, die auch po­li­zei­li­che, al­so ope­ra­ti­ve Be­fug­nis­se hat. Das ist bei uns nach den Er­fah­run­gen im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus streng ge­trennt. Der Ver­fas­sungs­schutz be­ob­ach­tet. Die Po­li­zei­be­hör­den und die Staats­an­walt­schaf­ten sind für ope­ra­ti­ve Maß­nah­men zu­stän­dig.

    Die Frage des Tages auf RADIO3 am 03.02.2026: Brau­chen wir ei­nen "ech­ten" Ge­heim­dienst? Ein Kom­men­tar­ge­spräch mit dem Au­tor und Jour­na­lis­ten Clau­di­us Seidl  🔈

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    Mit Pauken und Trompeten geht die ak­tu­el­le Po­li­tik der Auf­rüs­tung und der all­ge­ge­wär­ti­gen Mi­li­ta­ri­sie­rung der Ge­sell­schaft ein­her, flan­kiert von Be­dro­hungs­lü­ge und Russo­pho­bie. Mit Pau­ken und Trom­pe­ten wird die­se Po­li­tik en­den, ent­we­der mit ei­nem Krieg, der al­les aus­löscht, oder mit ei­nem Sieg der Vernunft.

    Schon lange vor dem Ukrainekrieg hat ei­ne dä­mo­ni­sie­ren­de Feind­bild­pro­pa­gan­da ge­gen al­les Rus­si­sche ein­ge­setzt. Sie knüpft an un­se­li­ge his­to­ri­sche Tra­di­tio­nen an, die sich vom Ers­ten Welt­krieg über die Na­zi­pro­pa­gan­da ge­gen die an­geb­li­che „jü­disch-bol­sche­wis­ti­sche Welt­ver­schwö­run­g“ bis zum Kal­ten Krieg zieht und jetzt wie­der voll im Schwange ist.
    (Zitat: Initiative ‚Nie wieder Krieg‘, gefunden auf  » )

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    „Der Schlaf der Vernunft“: Sind die von uns ge­wähl­ten Ent­schei­dungs­trä­ger in ei­nen Tief­schlaf der Ver­nunft ge­fal­len? Je­den­falls hal­ten sie nicht hin­rei­chend Scha­den von ih­rem Volk ab, wo­zu sie sich ver­pflich­tet ha­ben. Sie ver­sa­gen dar­in, ei­ne Frie­dens­ord­nung zu ge­währ­leis­ten, das Kip­pen des Kli­mas zu ver­hin­dern, Flucht­ur­sa­chen zu be­kämp­fen. Sie ge­hen ein Welt­kriegs­ri­si­ko ein. Und nicht ein­mal den Aus­gleich zwi­schen Ost und West be­kom­men sie hin. Daniela Dahn: Sie selbst sind der Rechtsruck. (Quelle: Rowohlt Verlag)

    Daniela Dahns Buch „Der Schlaf der Vernunft“ über Kriegs­kli­ma, Na­zis und Fakes hat mich zu die­sem Bild in­spi­riert. Die Au­to­rin nimmt Be­zug auf ein gra­fi­sches Werk von Fran­cis­co de Go­ya mit dem Ti­tel „El sueño de la razón produce monstruos“ (dt. Der Schlaf der Ver­nunft er­zeugt Un­ge­heu­er), das auf die dunk­len Sei­ten der mensch­li­chen See­le und der Ge­sell­schaft hin­weist, wenn Ver­nunft und kri­ti­sches Den­ken der Ir­ra­tio­na­li­tät wei­chen. Ich ha­be den Mons­tern Schlag­wor­te aus der ak­tu­el­len De­bat­te über Auf­rüs­tung zu­ge­ord­net, die ge­prägt ist von ei­ner mitt­ler­wei­le all­ge­gen­wär­ti­gen Kriegs­rhe­to­rik. Den Bild-Hin­ter­grund bil­den his­to­ri­sche Zei­tungs­aus­schnit­te aus den Jah­ren 1950 (Ge­ne­ral-An­zei­ger Bonn) und 1989/90 (Ber­li­ner Zei­tung). Das Gan­ze gip­felt in dem von den Mo­bil­ma­chern ge­for­der­ten Umdenken und als Fol­ge in der Wie­der­ein­füh­rung der Wehrpflicht.

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    Zu dieser di­gi­ta­len Col­lage hat­te mich das Mural „Free Palestine“ des spa­nischen Künst­lers Alexander Carballo in­spi­riert. Er schuf 2024 ein groß­flä­chi­ges Guernica-Wand­bild in den Far­ben Palästinas an ei­ner Fas­sade in Puerta de la Cruz auf Teneriffa. Ein Bild da­von fin­dest Du im Ord­ner »

    Es ist eine Adap­tion des Ge­mäl­des „Guernica“ von Pablo Picasso (1937) mit sei­ner de­tail­lier­ten Dar­stel­lung ei­ner grau­sa­men, dra­ma­ti­schen Si­tua­tion. Es war Picassos Re­ak­tion auf die deut­sche Luft­bom­bar­die­rung der na­mens­ge­ben­den Basken­stadt. Sein Ge­mäl­de ist ein Plädoyer ge­gen die Bar­ba­rei und den Schrecken des Krieges. Ein Bild des Ori­gi­nals mit einer Größe von ca. 350 x 777 cm fin­dest Du auf einer Web­sei­te des » 

    Neben den Far­ben Palästinas ha­be ich auch Text­pas­sa­gen aus Nach­rich­ten über ei­nen Eklat zur Ber­li­na­le 2024 ver­wen­det. U.a. hat­te der is­ra­elische Regis­seur Yuval Abraham (»No Other Land« ge­mein­sam mit dem pa­lästi­nen­si­schen Fil­me­ma­cher Basel Adra) von Apartheid  im West­jor­dan­land ge­spro­chen. Die Re­ak­ti­onen zahl­rei­cher deutscher Po­li­ti­ker sind in mei­nen Au­gen ty­pisch für den in Deutsch­land „of­fi­ziel­len“ Um­gang mit den Themen Gaza-Krieg und Palästina: Kri­tik am Vor­ge­hen Israels wird hier­zu­lande gern in die Nä­he von Israel­feind­lich­keit und Anti­semi­tismus gerückt - Staats­räson versus Mei­nungs­freiheit -.

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    war Anfang 2025 eine Übung, um die Arbeits­wei­se Picassos an ei­nem Bei­spiel zu stu­die­ren und im De­tail di­gi­tal nach­zu­voll­zie­hen. Da die ori­gi­nal ver­wen­de­ten Muster na­tür­lich nicht zur Ver­fü­gung stan­den, ha­be ich nach ähn­li­chen ge­sucht und diese in Form und Farb­stim­mung an­ge­passt.

  • Das im Winter 1937/38 ge­schaf­fene Monu­men­tal­werk „Femmes à leur toilette“ weist auf­grund sei­nes For­mats und sei­ner plastischen Be­hand­lung eine di­rek­te Ver­bin­dung zu „Guernica“ auf, für das Picasso auch ei­ne Zeit lang die Ver­wen­dung von Col­la­gen aus Papier in Er­wä­gung zog. Nach­dem er jetzt eine große Menge ge­blüm­ter Papiere ge­sam­melt hat­te, schnitt er die Klei­der der Frauen da­raus aus, aber auch ihre Hän­de, ihre Ge­sich­ter, al­le Ele­men­te des Ge­mäl­des. In An­leh­nung an Matisses aus­ge­schnit­tene Gouachen zeich­net Picasso di­rekt mit sei­ner Schere in die ver­schie­den­far­bigen Muster, die er auf­grund ihrer Be­deu­tung aus­gewählt hat. Zie­gel­gemuster­tes Pa­pier wird ver­wen­det, um den Hinter­grund der Wand dar­zu­stel­len, Kunst­holz für den Par­kett­bo­den und den Spie­gel­rahmen, Blumen für die Blumen ... (Quelle: Musée national Picasso-Paris)

    Ein Bild des Ori­gi­nals mit einer Größe von 299 x 448 cm und ein Kom­men­tar an­läß­lich der Aus­stel­lung „Picasso und Papier“ in Lon­don 2020 fin­dest Du auf einer Web­sei­te des  » 

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    war Anfang 2022 meine Reaktion auf den Krieg in der Ukraine. Es ist eine über­arbei­tete Ver­sion des Bildes 06 (Irak-Krieg 2003). ist die Übersetzung von “Nicht einverstanden“ ins Ukrainische.

  • „Nicht ein­ver­stan­den“ ist der Ti­tel eines Lie­des von H.R. Kunze, ver­öf­fent­licht im Jahr 1982. Der Text ist heu­te noch so ak­tuell wie ehe­dem (Auszug):

    Nicht einverstanden, daß jetzt immer öfter
    ein Wort wie Krieg auf trockne Lippen kommt.
    Macht euch nichts vor, er hat doch längst begonnen,
    vielleicht ist das Gehirn schon ausgebombt.


    Den Text des Liedes hatte ich 2003 in einer Col­lage ver­ar­beitet. Es war eine Arbeit, die für das von einem ameri­ka­nischen Künst­ler und mir ini­ti­ierte  » : „1000 Bil­der ge­gen den Krieg“ ent­stand. In die­ser Aus­stel­lung prä­sen­tier­te ich seiner­zeit erst­mals eigene Bil­der und Objekte.

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    Kommunismus - Aber Blut ist immer noch rot: bezieht sich einerseits auf das bekannte Zitat von Lenin (1920) Kommunismus - das ist Sowjet­macht plus Elek­tri­fi­zie­rung des Landes, der Drei­groschen­oper (B. Brecht) ent­stammt das Zitat aus dem Kanonen­song Aber Blut ist immer noch rot.

    Das Lenin-Mo­nument im Hinter­grund ent­stammt einem Bild von dem Denk­mal, das früher auf dem Lenin­platz stand - heute Platz der Ver­ein­ten Na­tionen; im Vor­der­grund: eine ver­frem­dete Foto­grafie vom Lenin-Denk­mal vor dem Kom­man­danten-Haus in Wünsdorf.

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    Diese digitalen Arbeiten ent­standen seit 2003.

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