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  • Jedermann sein eigner Fussball

    Titel ei­ner il­lus­trier­ten Sa­ti­re­zeit­schrift im künst­le­ri­schen Um­feld des Da­da­is­mus, mit Foto­mon­ta­gen von John Heartfield und Zeich­nun­gen von George Grosz, die 1919 nach ein­ma­li­gem Er­schei­nen ver­bo­ten wur­de. Hier nach­zu­le­sen: Jedermann sein eigner FussballZeitschrift anzeigen .

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         (25.04.2026)

    Der Chef der Inter­na­tio­nalen Ener­gie­agen­tur, Fatih Birol, hat­te kürz­lich ge­warnt, in Europa könn­te be­reits im Mai Flug­zeug­ben­zin knapp wer­den, falls die wegen des Iran-Krieges blockierte Meerenge von Hormus gesperrt bleibe und weitere Lieferungen ausblieben. Re­ak­tion der CDU-Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Reiche: In Deutsch­land ge­be es mo­men­tan kei­nen Mangel an Kerosin.


    SPD-Finanzminister Klingbeil for­der­te stär­ke­re staat­li­che Ein­grif­fe in den Markt, dar­un­ter ei­ne Über­ge­winn­steu­er, ei­ne Ab­sen­kung der En­er­gie­steu­ern und ei­nen Preis­de­ckel für Kraft­stof­fe. Die Wirt­schafts­mi­nis­te­rin kon­ter­te vor lau­fen­den Ka­me­ras mit Sät­zen, die das Re­gie­rungs­vier­tel er­schüt­tern lies­sen: „Der Ko­ali­ti­ons­part­ner ist in den letz­ten Wo­chen da­mit auf­ge­fal­len, Vor­schlä­ge zu un­ter­brei­ten, die teu­er, wir­kungs­schwach und ver­fas­sungs­recht­lich frag­wür­dig sind.“

    Die jetzt be­schlos­se­ne und auf zwei Mo­na­te (Mai/Ju­ni 2026) be­fris­te­te Sen­kung der Mi­ne­ral­öl­steu­er um 17 Cent wird auf et­wa 1,5 bis 1,6 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­schätzt. Die­ser Be­trag ent­spricht in der Grö­ßen­ord­nung dem jähr­li­chen Fi­nan­zie­rungs­an­teil des Bun­des von 1,5 Mil­li­ar­den Euro für das Deutschland-Ticket.

    Bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2026 wurden in Mailand und Cortina d’Ampezzo die zur Verfügung gestellten Kondome aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage und einem sehr hohen Verbrauch knapp. Der Kondom-Engpass im Olympia-Dorf sorgte für Schlagzeilen. Auch wenn die Wirtschaft kriselt schnellt die Nachfrage nach Kondomen oft in die Höhe – wie in der Finanzkrise 2008 oder in der Pandemie 2020.

    Öl hat als Waffe Tradition. Wäh­rend des Jom-Kip­pur-Krieges (auch vier­ter ara­bisch-is­rae­li­scher Krieg ge­nannt) im Jahr 1973 setz­ten die ara­bi­schen Erd­öl­staa­ten (OA­PEC) ihr Öl als po­li­ti­sche Waf­fe ein. In der Bun­des­re­pu­blik gab es dar­auf­hin au­to­freie Sonn­ta­ge, die Men­schen wur­den zum Sprit­spa­ren ge­zwun­gen. Und der Wes­ten merk­te plötz­lich, wie ver­wund­bar er geworden war.

    Im Bundes­ka­bi­nett wird immer mal wieder eine Kerze an­ge­zün­det. Aber auch durch öf­fent­li­che Ver­ba­lof­fen­si­ven wer­den dar­aus kei­ne Glühbirnen. [entliehen bei Adorno]

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         (23.03.2026)

    Donald Trump hat über Jahre hin­weg im­mer wie­der öf­fent­lich be­tont, dass er den Frie­dens­no­bel­preis ver­dient ha­be.


    Kurz vor der Be­kannt­ga­be der Preis­ver­ga­be am 10. Ok­to­ber 2025 er­klär­te Trump mehr­fach, er ha­be „acht Krie­ge be­en­de­t“. Er nann­te es ei­ne „gro­ße Be­lei­di­gun­g“ für die USA, falls er den Preis nicht be­kä­me. Nach­dem er leer aus­ge­gan­gen war, er­klär­te Trump im Ja­nu­ar 2026 in ei­ner Nach­richt an den nor­we­gi­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten, dass er sich nun „nicht mehr ver­pflich­tet füh­le, aus­schlie­ß­lich an den Frie­den zu den­ken“, da man ihm den Preis ver­wei­gert habe.

    Der Preis­trä­ger des Frie­dens­no­bel­prei­ses wird vom Nor­we­gi­schen No­bel­ko­mi­tee aus­ge­wählt. Die Mit­glie­der des Ko­mi­tees er­nennt das nor­we­gi­sche Parlament. Der Friedensnobelpreis besteht aus ei­ner Ur­kun­de, ei­ner Me­dail­le und ei­ner Geld­sum­me. Auf der Rück­sei­te der Me­dail­le steht der la­tei­ni­sche Satz „Pro pace et fra­ter­ni­ta­te gen­ti­um“ (dt. Für den Frie­den und die Ver­brü­de­rung der Völker).

    Jetzt herrscht Krieg in der Golf-Re­gi­on. Die USA und Israel haben Luft- und Ra­ke­ten­an­grif­fe ge­gen Zie­le im Iran ge­star­tet. Der Iran at­ta­ckiert als Re­ak­ti­on Zie­le in Is­ra­el so­wie in den Golf­staaten. In­zwi­schen rich­tet sich die Stra­te­gie des Mul­lah-Re­gimes ge­zielt auf die Stö­rung der glo­ba­len Energiemärkte. Durch die Sper­rung der Straße von Hormus stei­gen die Welt­markt­prei­se für Ener­gie. Und in den USA fin­den lan­des­weit „No Kings“-De­mon­stra­tionen gegen Prä­si­dent Trump statt.

    Bundespräsident Steinmeier hat­te am 24.03.2026 in ei­ner Re­de im Aus­wär­ti­gen Amt in Ber­lin den Iran-Krieg als völ­ker­rechts­wid­rig be­zeich­net und da­vor ge­warnt, dass ei­ne Auf­ga­be des Völ­ker­rechts auch die EU zer­stö­ren wür­de. Da­mit setz­te sich der Prä­si­dent in un­ge­woh­ner Deut­lich­keit von der Bun­des­re­gie­rung ab – vor den Au­gen von Res­sort­chef Wa­de­phul. Die De­bat­te um die „un­klu­ge Re­de“ wur­de kon­tro­vers ge­führt. Da­mit ge­he der Bun­des­prä­si­dent zu weit, mein­te der Pu­bli­zist Al­brecht von Lucke – in Tei­len un­sach­lich und hier selbst Spie­gel­bild der Eierei  in po­li­ti­schen Krei­sen mit Füh­rungs­anspruch.

    Interview mit von Lucke auf MDR AKTUELL am 25.03.2026  🔈

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         (04.03.2026)

    Pressestatement von Bundeskanzler Merz zur Lage im Nahen Osten am 01.03.2026: „Mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Is­ra­el tei­len wir das In­ter­es­se dar­an, dass der Ter­ror die­ses Re­gimes auf­hört und die ge­fähr­li­che nu­klea­re und bal­lis­ti­sche Auf­rüs­tung ge­stoppt wird.“ Aber kann denn Auf­rüs­tung „bal­lis­tisch" sein?


    Es gibt z. B. bal­lis­ti­sche Ra­ke­ten, man spricht auch von ei­ner bal­lis­ti­schen Flug­bahn. Ei­ne „Auf­rüs­tun­g“ hat kei­ne Flug­bahn, sie ist kein phy­si­ka­li­sches Ob­jekt. Im Gegensatz dazu ist nukleare Aufrüstung ein gängiger Ausdruck [nuklear = die Kern­waf­fen be­tref­fend]. Wenn man ein phy­si­ka­li­sches At­tri­but [bal­lis­tisch = die Flug­bahn be­tref­fend] auf ei­nen abs­trak­ten Pro­zess [Auf­rüs­tung] klebt, ent­steht ein Ka­te­go­ri­al­feh­ler. Sol­che Be­grif­fe kön­nen ver­schlei­ernd wir­ken. Sie klin­gen tech­nisch und prä­zi­se, sind aber lo­gisch un­scharf, da se­man­tisch in­kom­pa­ti­bel. In der Sprach­kri­tik nennt man das manch­mal „Jar­gon“ – ei­ne Fach­spra­che, die durch sol­che un­lo­gi­schen Kom­bi­na­tio­nen Ex­klu­si­vi­tät und Ex­per­ten­sta­tus sug­ge­riert – Die Re­la­ti­vi­täts­theo­rie hat gefrühstückt.

    Etymologie: ballistisch Adj. ‘die Flugbahn eines Körpers bzw. Geschosses betreffend’, Ballistik f. ‘Herstellung von Wurfmaschinen’ (Ende 18. Jh.), ‘Lehre von der Bewegung geworfener oder geschossener Körper’ (19. Jh.).
    (Quelle: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache)

    „Leit­kul­tur“, „So­zi­al­tou­ris­mus“, „die klei­nen Pa­schas“, „fau­le Deut­sche“, „Drecks­ar­beit“ – der Kanz­ler stol­pert des öf­te­ren über sei­ne ei­ge­nen Wor­te. Er­in­nert sei hier auch an sein Pro­blem mit dem „Stadt­bil­d“. So re­det der Kanz­ler, da fühlt er sich wohl, das fin­det er gut. Ist das nur ei­ne flap­si­ge Aus­drucks­wei­se oder Jar­gon? Steckt da mehr da­hin­ter? Die Spra­che von Fried­rich Merz er­zählt viel über sei­ne eli­tä­re Sicht der Welt. Mei­ne per­sön­li­che Emp­feh­lung: bal­lis­tisch ab­rüs­ten !

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         (15.02.2026)

    Die USA haben den Druck auf Grön­land er­höht. Die grö­ß­te In­sel der Welt soll Teil der USA wer­den – so stellt es sich US-Prä­si­dent Trump vor. Als ul­ti­ma­ti­ve Op­ti­on schloß er ei­ne mi­li­tä­ri­sche Über­nah­me nicht aus.


    Der Kon­flikt er­reich­te ei­ne neue Es­ka­la­ti­ons­stu­fe als Trump Straf­zöl­le für Staa­ten an­kün­dig­te, die sei­nen Grön­land-Am­bi­tio­nen im Weg ste­hen – un­ter ih­nen auch Deutsch­land. Mit ei­ner neu­en Ark­tis-Mis­si­on will die NA­TO den Streit um Grön­land de­es­ka­lie­ren. Die Al­li­anz star­te­te da­zu ih­ren Ein­satz mit dem Na­men „Arc­tic Sen­try“ (dt. Wäch­ter der Ark­tis).

    Russ­land und Chi­na ver­su­chen, ih­re Prä­senz im ark­ti­schen Raum aus­zu­bau­en. Da­bei nutzt Russ­land sei­ne nu­kle­ar­be­trie­be­ne Eis­bre­cher­flot­te, um die Nörd­li­che See­rou­te als ganz­jäh­ri­ge Han­dels­rou­te zu öff­nen und zu kon­trol­lie­ren. Es ver­fügt über 41 Eis­bre­cher, von de­nen sich die Al­li­anz her­aus­ge­for­dert sieht.
    Russ­lands Prä­senz in der Ark­tis reicht über ein Jahr­tau­send zu­rück. Be­reits im 11. Jhd. be­gan­nen die Po­mo­ren (Küs­ten­be­woh­ner am Wei­ßen Meer), die ark­ti­schen Ge­wäs­ser zu be­fah­ren. Sie ent­wi­ckel­ten die ers­ten eis­gän­gi­gen Schif­fe.
    Grön­land, be­wohnt über­wie­gend von Inu­it, die pri­mär von der Fi­sche­rei und der Jagd le­ben, gilt laut NA­TO zu­neh­mend als Schau­platz ei­ner in­di­rek­ten Be­dro­hung und stra­te­gi­schen Ri­va­li­tät.

    1961 trat der „Antarktis-Vertrag“ in Kraft, der jed­we­de mi­li­tä­ri­sche Ak­ti­vi­tät in der Ant­ark­tis un­ter­sagt. Wäh­rend die Ant­ark­tis in­ter­na­tio­na­li­siert wur­de, un­ter­liegt die Ark­tis dem sou­ve­rä­nen Recht der An­rai­ner­staa­ten (Dä­ne­mark/Grön­land, Ka­na­da, USA, Russ­land, Nor­we­gen). Ein ver­gleich­ba­rer „Arktis-Vertrag“ existiert nicht.

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         (13.12.2025)

    Die AfD hat eine neue Jugendorganisation: die Ge­ne­ra­ti­on Deutsch­land. Neu­er Na­me, al­te Ge­sich­ter: „Ihr seid die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on für die­se Partei“, sagte AfD-Vor­sit­zen­de Alice Weidel.


    Im Januar 2025 trennte sich die AfD von ih­rer da­ma­li­gen Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on, der rechts­ex­tre­men Jun­gen Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (JA). Im Fe­bru­ar be­schloss die JA ih­re Auf­lö­sung zum 31. März, be­grün­det wur­de dies un­ter an­de­rem mit ei­nem mög­li­cher­wei­se dro­hen­den Ver­eins­ver­bot. Die neue Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on der AfD wur­de am 29. No­vem­ber 2025 ge­grün­det. Die Ge­ne­ra­ti­on Deutsch­land ist – an­ders, als die JA, die als ei­gen­stän­di­ger Ver­ein un­ab­hän­gig von der Mut­ter­par­tei war – als recht­lich un­selb­stän­di­ge Teil­or­ga­ni­sa­ti­on  di­rekt der Par­tei un­ter­stellt. Als Zweck der Ge­ne­ra­ti­on Deutsch­land ist laut den der­zei­ti­gen Sta­tu­ten die Ver­brei­tung von AfD-Par­tei­pro­gramm und ‑Gedankengut definiert.

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         (03.12.2025)

    Verteidigungsminister Pistorius (SPD) und Au­ßen­mi­nis­ter Wa­de­phul (CDU) ha­ben am 19. No­vem­ber 2025 die ers­te Welt­raum­si­cher­heits­stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung im Ka­bi­nett vor­ge­stellt.


    Kern des­sen ist die mi­li­tä­ri­sche Welt­rau­m­ar­chi­tek­tur der Bun­des­wehr. Das über­grei­fen­de Ziel: Deutsch­land im Welt­raum „kriegstüch­tig“ zu ma­chen, um die na­tio­na­len In­ter­es­sen im Frie­den, in Kri­sen und im Ver­tei­di­gungs­fall zu schüt­zen. Pis­to­ri­us kün­digt an, Deutsch­land soll Geg­ner im Welt­all at­ta­ckie­ren kön­nen, spricht sich auch für Of­fen­siv­fä­hig­kei­ten im All aus. Bis 2030 sol­len 35 Mil­li­ar­den Eu­ro in die Welt­raum­si­cher­heit fließen.

    US-Präsident Reagan kündigte 1983 die „Strategic Defense Initiative“ an. Der Na­me Krieg der Ster­ne  da­für wur­de im Kon­text des Kal­ten Krie­ges zu ei­nem weit ver­brei­te­ten Na­men für Rea­gans am­bi­tio­nier­te Plä­ne. 1985 gab Bun­des­kanz­ler Kohl (CDU) in ei­ner Re­gie­rungs­er­klä­rung die grund­sätz­li­che Zu­stim­mung zum US-ame­ri­ka­ni­schen Rüs­tungs­for­schungs­pro­gramm SDI be­kannt. 1986 wur­den dies­be­züg­lich zwei ge­hei­me Ab­kom­men zwi­schen den USA und der Bun­des­re­pu­blik un­ter­zeich­net. Nach dem Mau­er­fall und der Auf­lö­sung der So­wjet­uni­on 1991 wur­de die Um­set­zung der Ab­kom­men nicht wei­ter ver­folgt.

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         (30.11.2025)

    Der aktuelle Streit mit der Jungen Union über die Ren­te we­gen der fi­nan­zi­el­len Be­las­tung jün­ge­rer Ge­ne­ra­tio­nen soll bei­ge­legt wer­den. Als Kom­pro­miss wird ei­ne Ren­ten­kom­mis­si­on mit der Aus­ar­bei­tung ei­ner Re­form be­auf­tragt.


    Es gibt kei­ne Denk­ver­bo­te, be­ton­te Kanz­ler Merz im November 2025.

    In eine ganz andere Richtung gehen die Ge­dan­ken der Grü­nen-Che­fin Brant­ner, die ein Frei­wil­li­gen­re­gis­ter für Äl­te­re vor­schlägt. Im Ver­tei­di­gungs­fall müss­ten al­le Ge­ne­ra­tio­nen ih­ren An­teil leis­ten. Wört­lich brach­te sie ver­schie­de­ne Tä­tig­kei­ten ins Spiel, die im Ver­tei­di­gungs­fall re­le­vant sein könn­ten. Brant­ner: „Wir brau­chen ei­nen neu­en Generationenvertrag“.

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         (27.04.2025)

    Robert Habeck am 30.03.2022: „Wir sind quasi Kriegs­partei, Wirt­schafts­kriegs­partei, wir zah­len ei­nen ho­hen Preis. ... Wir wer­den är­mer werden.“ Doch im Februar 2025 kam Ent­war­nung vom Kieler Insti­tut für Welt­wirt­schaft:


    Hö­he­re Ver­tei­di­gungs­aus­gaben könn­ten das Wirt­schafts­wachstum in Eu­ropa deut­lich an­kur­beln und den In­dustrie­stan­dort signi­fi­kant stärken ...

    Schon die Scholz‘sche Zeiten­wende brachte 2024 dem Rüs­tungs­kon­zern Rhein­metall den größten Ein­zel­auf­trag in 135 Jah­ren Un­ter­neh­mens­ge­schich­te. Das hat­ten nicht ein­mal die Nazis geschafft.

    „Merkt Ihr nischt?“ (Kurt Tucholsky) - ein Kommentar von Frank Blenz

    Tucholskys Buch „Deutschland, Deutschland, über alles“ (unter Mit­hilfe von John Heartfield), wä­re es heute, im Jahr 2024, er­schie­nen, ich bin mir si­cher, ein jetzt le­ben­der Kurt Tucholsky wür­de da­rin schäu­men vor Auf­gebracht­heit über die gras­sie­ren­de Kriegs­geil­heit, den fort­ge­setz­ten nim­mer­mü­den Hass gegen Russ­land, über die Rüs­tungs­or­gien, über die Ig­no­ranz und Ar­ro­ganz, die sich im mei­nungs­füh­ren­den, etab­lier­ten Be­trieb der po­li­ti­schen, intel­lek­tuel­len und me­dia­len Klas­se und de­ren an­ge­schlos­senen Krei­se zei­gen. Tucholsky wür­de auch die po­li­tische Klas­se Russ­lands kri­ti­sie­ren und for­dern: Waf­fen­still­stand, jetzt! Doch ein sol­ches Tucholsky-Buch auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se prä­sen­tiert, das wür­de wohl gleich als „ums­trit­ten“, als hetze­risch, quer­denke­risch, kurz als un­trag­bar für un­sere freie, de­mo­kra­tische, ge­lenk­te Ge­sell­schaft be­ti­telt und dif­fa­miert wer­den. Einen Preis er­hiel­te es nicht.

    veröffentlicht auf NachDenkSeiten am 21. Oktober 2024  🔈

    Tucholskys Buch findest Du als PDF im Ordner eBooks .

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         (21.04.2025)

    „Lügenverbot“ à la Wahr­heits­mi­nis­te­ri­um! Die neue Koa­li­tion will laut Koa­li­tions­vertrag Orwells War­nung Re­ali­tät wer­den las­sen.

    Das Wahr­heits­ministe­rium ist eine Insti­tu­tion aus dem Roman „1984“ von George Orwell. Eine dysto­pische Zu­kunfts­vision aus der Ver­gangen­heit.

    Im Koa­li­tions­ver­trag wird die „be­wuss­te Ver­brei­tung von Falsch­in­for­ma­tio­nen“ the­ma­ti­siert. Ver­fas­sungs­recht­ler be­to­nen, dass ein ge­ne­rel­les Lü­gen­ver­bot mit der Mei­nungs­frei­heit kaum ver­ein­bar wäre.

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         (16.04.2025)

    Jetzt, vor Ostern, sind in den USA die Eier nicht nur knapp, son­dern auch teuer. Es ist nicht ohne eine ge­wis­se Ironie, dass sich die Ver­ei­nig­ten Staa­ten Hilfe su­chend aus­ge­rech­net an Däne­mark wen­den und um hö­here Eier-Ex­porte bit­ten.


    Noch vor Kurzem hatte der US-Präsident ver­kündet, die po­li­tisch zu Däne­mark ge­hö­ren­de Insel Grön­land an­nek­tieren zu wollen. Auch an andere EU-Län­der, ge­gen die Trump ge­rade erst eine Rei­he neuer Zöl­le ver­hängt hat­te, er­ging aus Washington ein Hil­fe­er­su­chen in Sachen Eier-Exporte.

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         (06.04.2025)

    Im Falle einer Regierungs­über­nahme will die Union um­gehend ein Sofortprogramm für Wohlstand und Sicherheit umsetzen.


    Noch gibt es in der Union die Hoff­nung, dass der Koali­tions­vertrag mit der SPD zu­mindest die Ver­sprechen bei Migra­tion und Wirt­schaft einlöst. Merz hatte auch einmal an­ge­kündigt, die AfD hal­bieren zu wol­len. Geht es um einen Politik­wechsel oder reicht es ledig­lich für eine Kanzler­schaft?

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         (04.04.2025)

    US-Präsident Donald Trump sucht offen­sicht­lich den Handels­krieg mit der Welt, nimmt auch Europa ins Vi­sier und konkret die deutsche Auto­industrie. Donald Trump verkündete am am 2. April 2025: „Das gol­dene Zeit­alter Amerikas kehrt zurück.“

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         (14.03.2025)

    Im Wahlkampf zur Bundestatgswahl 2025 hatte CDU-Chef Friedrich Merz die Schul­den­bremse noch eisern ver­tei­digt, so auch im TV-Duell mit Olaf Scholz kurz vor der Wahl.


    Merz: „Ich habe immer gesagt, man kann über alles dis­ku­tieren. Aber das kommt sicher nicht am Anfang. Am An­fang kommt das Ein­spar­potenzial und die Um­schich­tungen im Haus­halt, die dringend not­wendig sind.“

    Dann macht Merz am Anfang ge­nau das Ge­gen­teil. Der CDU-Chef will In­vesti­tionen auf Pump in Milliarden­höhe. Er wies den Vor­wurf der Wähler­täu­schung durch das nach tage­langen Ver­hand­lungen zwischen Union, SPD und Grünen vereinbarte Milliarden-Schulde­npaket für Ver­tei­digung und Infra­struk­tur zurück. Wird Merz damit zum „teuersten Kanzler aller Zeiten“, wie ihn ein großes deutsches Polit­magazin in diesen Tagen titulierte?

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         (14.01.2025)

    ist ein satirischer Blick auf den gegenwärtigen All­tags­rassismus. Inspi­riert wurde ich durch das Unwort des Jahres 2024: biodeutsch.

  • Du kannst Dir die Bilder als Voll­bild in ei­nem se­pe­ra­ten Tab an­zei­gen las­sen. Der Tab muß nicht ge­schlos­sen wer­den. Meh­re­re Bil­der hin­ter­ein­an­der, wie auch ex­ter­ne Web­sei­ten, wer­den im­mer in dem­sel­ben Tab an­ge­zeigt! Un­ter Win­dows er­folgt hier der Down­load des Bil­des mit­tels Rechtsklick oder Tas­ten­kom­bi­na­ti­on: Strg + S.

    Diese digitalen Grafiken, die im For­mat ei­nes großen Posters (40 x 27 Zoll, ca. 100 x 70 cm bei 300dpi) er­stellt wur­den, ent­stan­den un­ter Ver­wen­dung von Fo­to­gra­fi­en und / oder mit­hil­fe ge­ne­ra­ti­ver KI. Da sie im Kon­text be­stimm­ter po­li­ti­scher Er­eig­nis­se ste­hen, ha­be ich das Da­tum ih­rer Ent­ste­hung an­ge­ge­ben. An­de­re Ar­bei­ten, die sa­ti­risch Be­zug nehmen auf po­li­ti­sche Vor­gän­ge, fin­dest Du auch im Ordner Collagen .

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