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Jedermann sein eigner Fussball
Titel einer illustrierten Satirezeitschrift im künstlerischen Umfeld des Dadaismus, mit Fotomontagen von John Heartfield und Zeichnungen von George Grosz, die 1919 nach einmaligem Erscheinen verboten wurde. Hier nachzulesen: »
» (04.03.2026)
Pressestatement von Bundeskanzler Merz zur Lage im Nahen Osten am 01.03.2026: „Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört und die gefährliche nukleare und ballistische Aufrüstung gestoppt wird.“
Kann denn eine Aufrüstung „ballistisch" sein? Es gibt z. B. ballistische Raketen, man spricht auch von einer ballistischen Flugbahn. Eine „Aufrüstung“ hat keine Flugbahn. Sie ist ein politischer oder militärischer Vorgang, kein physikalisches Objekt. Wenn man ein physikalisches Attribut (ballistisch) auf einen abstrakten Prozess (Aufrüstung) klebt, entsteht ein Kategorialfehler. Solche Begriffe können verschleiernd wirken. Sie klingen technisch und präzise, sind aber logisch unscharf. In der Sprachkritik nennt man das manchmal „Jargon“ – eine Fachsprache, die durch solche unlogischen Kombinationen Exklusivität und Expertenstatus suggeriert.
„Leitkultur“, „Sozialtourismus“, „die kleinen Paschas“, „faule Deutsche“, „Drecksarbeit“ – der Kanzler stolpert des öfteren über seine eigenen Worte. Erinnert sei hier auch an sein Problem mit dem „Stadtbild“. So redet der Kanzler, da fühlt er sich wohl, das findet er gut. Ist das nur eine flapsige Ausdrucksweise oder Jargon? Steckt da mehr dahinter? Die Sprache von Friedrich Merz erzählt viel über seine elitäre Sicht der Welt. Meine persönliche Empfehlung: ballistisch abrüsten!Etymologie: ballistisch · Balliste · Ballistik
ballistisch Adj. ‘die Flugbahn eines Körpers bzw. Geschosses betreffend’, Bildung des 19. Jhs. zu Balliste f. ‘Wurf-, Schleudermaschine’, auch ‘Wurfgeschoß’, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. lat. ballista, das entweder über ein (allerdings nur als Name eines Sternbilds bezeugtes) griech. ballistḗs (βαλλιστής) auf griech. bállein (βάλλειν) ‘werfen, schleudern, schießen’ bzw. in gleichem Sinn gebrauchtes ballízein (βαλλίζειν) zurückgeht oder (weniger wahrscheinlich) unmittelbar zu diesen Verben gebildet ist. – Ballistik f. ‘Herstellung von Wurfmaschinen’ (Ende 18. Jh.), ‘Lehre von der Bewegung geworfener oder geschossener Körper’ (19. Jh.).
(Quelle: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache)» (15.02.2026)
Die USA haben den Druck auf Grönland erhöht. Die größte Insel der Welt soll Teil der USA werden – so stellt es sich US-Präsident Trump vor. Als ultimative Option schloß er eine militärische Übernahme nicht aus. Der Konflikt erreichte eine neue Eskalationsstufe als Trump Strafzölle für Staaten ankündigte, die seinen Grönland-Ambitionen im Weg stehen – unter ihnen auch Deutschland. Mit einer neuen Arktis-Mission will die NATO den Streit um Grönland deeskalieren. Die Allianz startete dazu ihren Einsatz mit dem Namen „Arctic Sentry“ (dt. Wächter der Arktis).Russland und China versuchen, ihre Präsenz im arktischen Raum auszubauen. Dabei nutzt Russland seine nuklearbetriebene Eisbrecherflotte, um die Nördliche Seeroute als ganzjährige Handelsroute zu öffnen und zu kontrollieren. Es verfügt über 41 Eisbrecher, die eine zentrale, strategische Rolle spielen und von denen sich die Allianz herausgefordert sieht.
Russlands Präsenz in der Arktis reicht über ein Jahrtausend zurück. Bereits im 11. Jahrhundert begannen die Pomoren (Küstenbewohner am Weißen Meer), die arktischen Gewässer zu befahren. Sie entwickelten mit den Kotschi (russisch: Кочи, dt. „Eispelz“) die ersten eisgängigen Schiffe. Grönland, bewohnt überwiegend von Inuit, die primär von der Fischerei und der Jagd leben, gilt laut NATO zunehmend als Schauplatz einer indirekten Bedrohung und strategischen Rivalität. Eine klassische Invasion durch Russland wird derzeit als unwahrscheinlich eingestuft.
1961 trat der Antarktis-Vertrag in Kraft, der jedwede militärische Aktivität in der Antarktis untersagt. Während die Antarktis internationalisiert wurde, unterliegt die Arktis dem souveränen Recht der Anrainerstaaten (Dänemark/Grönland, Kanada, USA, Russland, Norwegen). Ein vergleichbarer „Arktis-Vertrag“ existiert nicht.» (13.12.2025)
Die AfD hat eine neue Jugendorganisation: die Generation Deutschland. Neuer Name, alte Gesichter: „Ihr seid die nächste Generation für diese Partei“, sagte AfD-Vorsitzende Alice Weidel.Im Januar 2025 trennte sich die AfD von ihrer damaligen Jugendorganisation, der rechtsextremen Jungen Alternative für Deutschland (JA). Im Februar beschloss die JA ihre Auflösung zum 31. März, begründet wurde dies unter anderem mit einem möglicherweise drohenden Vereinsverbot. Die neue Jugendorganisation der AfD wurde am 29. November 2025 gegründet. Die Generation Deutschland ist – anders, als die JA, die als eigenständiger Verein unabhängig von der Mutterpartei war – als „rechtlich unselbständige Teilorganisation“ direkt der Partei unterstellt. Als Zweck der Generation Deutschland ist laut den derzeitigen Statuten die Verbreitung von AfD-Parteiprogramm und -Gedankengut definiert.
» (03.12.2025)
Verteidigungsminister Pistorius (SPD) und Außenminister Wadephul (CDU) haben am 19. November 2025 die erste Weltraumsicherheitsstrategie der Bundesregierung im Kabinett vorgestellt. Kern dessen ist die militärische Weltraumarchitektur der Bundeswehr. Das übergreifende Ziel: Deutschland im Weltraum „kriegstüchtig“ zu machen, um die nationalen Interessen im Frieden, in Krisen und im Verteidigungsfall zu schützen. Pistorius kündigt an, Deutschland soll Gegner im Weltall attackieren können, spricht sich auch für Offensivfähigkeiten im All aus. Bis 2030 sollen 35 Milliarden Euro in die Weltraumsicherheit fließen.US-Präsident Reagan kündigte 1983 die „Strategic Defense Initiative“ an. Der Name „Krieg der Sterne“ dafür wurde im Kontext des Kalten Krieges zu einem weit verbreiteten Namen für Reagans ambitionierte Pläne. 1985 gab Bundeskanzler Kohl (CDU) in einer Regierungserklärung die grundsätzliche Zustimmung zum US-amerikanischen Rüstungsforschungsprogramm SDI bekannt. 1986 wurden diesbezüglich zwei geheime Abkommen zwischen den USA und der Bundesrepublik unterzeichnet. Nach dem Mauerfall und der Auflösung der Sowjetunion 1991 wurde die Umsetzung der Abkommen nicht weiter verfolgt.
» (30.11.2025)
Der aktuelle Streit mit der Jungen Union über die Rente wegen der finanziellen Belastung jüngerer Generationen soll beigelegt werden. Als Kompromiss wird eine Rentenkommission mit der Ausarbeitung einer Reform beauftragt. „Es gibt keine Denkverbote“, betonte Kanzler Merz im November 2025.
In eine ganz andere Richtung gehen die Gedanken der Grünen-Chefin Brantner, die ein Freiwilligenregister für Ältere vorschlägt. Im Verteidigungsfall müssten alle Generationen ihren Anteil leisten. Wörtlich brachte sie verschiedene Tätigkeiten ins Spiel, die im Verteidigungsfall relevant sein könnten. Das Flaschensammeln hatte sie dabei (noch) nicht berücksichtigt. Brantner: „Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag“.» (27.04.2025)
Robert Habeck am 30.03.2022: „Wir sind quasi Kriegspartei, Wirtschaftskriegspartei, wir zahlen einen hohen Preis. ... Wir werden ärmer werden.“ Doch im Februar 2025 kam Entwarnung vom Kieler Institut für Weltwirtschaft: Höhere Verteidigungsausgaben könnten das Wirtschaftswachstum in Europa deutlich ankurbeln und den Industriestandort signifikant stärken ...
Schon die Scholz‘sche Zeitenwende brachte 2024 dem Rüstungskonzern Rheinmetall den größten Einzelauftrag in 135 Jahren Unternehmensgeschichte. Das hatten nicht einmal die Nazis geschafft.„Merkt Ihr nischt?“ (Kurt Tucholsky) - ein Kommentar von Frank Blenz
Tucholskys Buch „Deutschland, Deutschland, über alles“ (unter Mithilfe von John Heartfield), wäre es heute, im Jahr 2024, erschienen, ich bin mir sicher, ein jetzt lebender Kurt Tucholsky würde darin schäumen vor Aufgebrachtheit über die grassierende Kriegsgeilheit, den fortgesetzten nimmermüden Hass gegen Russland, über die Rüstungsorgien, über die Ignoranz und Arroganz, die sich im meinungsführenden, etablierten Betrieb der politischen, intellektuellen und medialen Klasse und deren angeschlossenen Kreise zeigen. Tucholsky würde auch die politische Klasse Russlands kritisieren und fordern: Waffenstillstand, jetzt! Doch ein solches Tucholsky-Buch auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert, das würde wohl gleich als „umstritten“, als hetzerisch, querdenkerisch, kurz als untragbar für unsere freie, demokratische, gelenkte Gesellschaft betitelt und diffamiert werden. Einen Preis erhielte es nicht.
veröffentlicht auf NachDenkSeiten am 21. Oktober 2024 🔈
Tucholskys Buch findest Du als PDF im Ordner »
» (21.04.2025)
„Lügenverbot“ à la Wahrheitsministerium! Die neue Koalition will laut Koalitionsvertrag Orwells Warnung Realität werden lassen. (Auf Seite 123 wird die „bewusste Verbreitung von Falschinformationen“ thematisiert. Verfassungsrechtler betonen, dass ein generelles Lügenverbot mit der Meinungsfreiheit kaum vereinbar wäre.)Das Wahrheitsministerium ist eine Institution aus dem Roman „1984“ von George Orwell. Eine dystopische Zukunftsvision aus der Vergangenheit.
Mit der Grafik „Lügenverbot“ habe ich eine Seite des Themas aufgegriffen, die wohl so von den Autoren des Koalitionsvertrages nicht angedacht wurde.
» (16.04.2025)
Vor Kurzem hatte der US-Präsident noch verkündet, die politisch zu Dänemark gehörende Insel Grönland annektieren zu wollen.
Jetzt, vor Ostern, sind in den USA die Eier nicht nur knapp, sondern auch teuer. Es ist nicht ohne eine gewisse Ironie, dass sich die Vereinigten Staaten Hilfe suchend ausgerechnet an Dänemark wenden und um höhere Eier-Exporte bitten. Auch an andere EU-Länder, gegen die Trump gerade erst eine Reihe neuer Zölle verhängt hatte, erging aus Washington ein Hilfeersuchen in Sachen Eier-Exporte.» (06.04.2025)
Im Falle einer Regierungsübernahme will die Union umgehend ein Sofortprogramm für Wohlstand und Sicherheit umsetzen.
Noch gibt es in der Union die Hoffnung, dass der Koalitionsvertrag mit der SPD zumindest die Versprechen bei Migration und Wirtschaft einlöst. Merz hatte auch einmal angekündigt, die AfD halbieren zu wollen. Geht es um einen Politikwechsel oder reicht es lediglich für eine Kanzlerschaft?» (04.04.2025)
US-Präsident Donald Trump sucht offensichtlich den Handelskrieg mit der Welt, nimmt auch Europa ins Visier und konkret die deutsche Autoindustrie. Donald Trump verkündete am am 2. April 2025: „Das goldene Zeitalter Amerikas kehrt zurück“» (14.03.2025)
Im Wahlkampf zur Bundestatgswahl 2025 hatte CDU-Chef Friedrich Merz die Schuldenbremse noch eisern verteidigt, wie im TV-Duell mit Olaf Scholz kurz vor der Wahl: „Ich habe immer gesagt, man kann über alles diskutieren. Aber das kommt sicher nicht am Anfang. Am Anfang kommt das Einsparpotenzial und die Umschichtungen im Haushalt, die dringend notwendig sind.“ Dann macht Merz genau das am Anfang. Der CDU-Chef will Investitionen auf Pump in Milliardenhöhe. Er wies den Vorwurf der Wählertäuschung durch das nach tagelangen Verhandlungen zwischen Union, SPD und Grünen vereinbarte Milliarden-Schuldenpaket für Verteidigung und Infrastruktur zurück. Wird Merz damit zum „teuersten Kanzler aller Zeiten“, wie ihn ein großes deutsches Politmagazin in diesen Tagen titulierte?» (14.01.2025)
ist ein satirischer Blick auf den gegenwärtigen Alltagsrassismus. Inspiriert wurde ich durch das Unwort des Jahres 2024: biodeutsch.-
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Diese digitalen Grafiken, die im Format eines Plakats erstellt wurden, entstanden unter Verwendung von Fotografien und/oder mithilfe generativer KI. Da sie im Kontext bestimmter politischer Ereignisse stehen, habe ich das Datum ihrer Entstehung angegeben.
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