1000 Bilder gegen den Krieg
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  • "1000 Bilder gegen den Krieg – Wir wol­len dem Frie­den wie­der trauen" war ei­ne Aktion gegen den Irakkrieg. Sie wurde vom ameri­ka­nischen Galeristen Pablo Reese von der Galerie Oder 24 und mir An­fang des Jahres 2003 in Berlin-Friedrichs­hain ins Le­ben ge­ru­fen. Die US-Re­gierung Bushs hatte den Sturz Saddam Husseins bereits ab Januar 2001 er­wogen. Sie be­grün­dete den mög­li­chen Krieg letzt­lich als not­wen­digen Präven­tiv­krieg, um einen an­geb­lich bevor­ste­hen­den An­griff des Irak mit Massen­ver­nich­tungs­mit­teln auf die USA zu ver­hin­dern. Anfang 2003 drohte der Krieg der USA gegen den Irak un­mittelbar.

  • Doch zum Zeit­punkt der Aus­stel­lung (Er­öff­nung am Oster­sonn­tag 2003) war der be­fürch­tete völker­rechts­widrige Krieg schon im Gange. Die Invasion im Irak be­gann am 20. März 2003. Da nach dem Einmarsch keine aktiven Programme oder signifikante Bestände an Mas­sen­ver­nich­tungs­mit­teln und keine Beweise akuter An­griffs­ab­sich­ten ge­fun­den wur­den, hatte sich die vor­ge­brach­te Be­grün­dung des Irak­kriegs als Fake erwiesen. Der Krieg wird heute weitgehend als ein auf einer Lüge aufgebauter Angriffskrieg bewertet.

    Hun­dert­tau­sen­de Ira­ker und fast 4500 US-Sol­da­ten star­ben. Der Krieg führ­te zu po­li­ti­schen Um­wäl­zun­gen, hu­ma­ni­tä­ren Kri­sen und ei­ner lan­gen Be­sat­zungs­zeit. Er wurde ohne UN-Mandat geführt und hat den Nahen Osten durch die Destabilisierung der Region schwer erschüttert. Das Macht­va­ku­um im Irak trug zur Ent­ste­hung der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on IS bei. Der Krieg hin­ter­ließ tie­fe Spu­ren in der ira­ki­schen Ge­sell­schaft. Die Be­völ­ke­rung lei­det bis heu­te un­ter den Folgen.

  • Wir konn­ten mit unserer Ini­tia­tive die Invasion im Irak nicht auf­halten. Aber viel­leicht wa­ren Ini­tia­tiven wie unsere als Teil einer gro­ßen inter­na­tio­na­len Anti­kriegs­be­we­gung ein Bei­trag zur of­fi­ziel­len Po­si­tion Deutsch­lands zu diesem Krieg. Letzt­end­lich hat­te sich Deutsch­land nicht an der von den USA und Groß­bri­tannien ge­schmie­de­ten "Koalition der Willigen" be­tei­ligt (trotz­dem aber rechts­widrig lo­gistische Unter­stützung geleistet).

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    Die Idee unserer Ini­tia­tive be­stand darin, mög­lichst vie­le Men­schen ein­zu­be­zie­hen und zum Ab­schluß eine Aus­stel­lung auch mit Be­tei­li­gung anderer Künst­ler durch­zu­führen. Interes­sierte Bür­ger hat­ten wir auf­ge­rufen, pri­vate Auf­nahmen von An­ge­hö­rigen und Freun­den, die Opfer von Krieg oder Ter­ror wur­den, zur Ver­fü­gung zu stel­len. Diese Bilder nutzte ich für die Entwicklung der Collage "Friedensbaum".

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    Für die Collage "Nicht einverstanden" nutzte ich den Text des gleichnamigen Liedes von H.R. Kunze aus dem Jahr 1982 (Auszug):

    Nicht einverstanden, daß jetzt immer öfter
    ein Wort wie Krieg auf trockne Lippen kommt.
    Macht euch nichts vor, er hat doch längst begonnen,
    vielleicht ist das Gehirn schon ausgebombt.

  • 2022 griff ich den Titel des Textes noch einmal auf und benannte eine Grafik, die spontan als Reaktion auf den Krieg Rußlands gegen die Ukraine entstand: "Не погоджуючись - Nicht einverstanden". Du findest sie im Ordner Collagen .

  • Du kannst Dir die Bilder als Voll­bild in ei­nem se­pe­ra­ten Tab an­zei­gen las­sen. Der Tab muß nicht ge­schlos­sen wer­den. Meh­re­re Bil­der hin­ter­ein­an­der, wie auch ex­ter­ne Web­sei­ten, wer­den im­mer in dem­sel­ben Tab an­ge­zeigt! Un­ter Win­dows er­folgt hier der Down­load des Bil­des mit­tels Rechtsklick oder Tas­ten­kom­bi­na­ti­on: Strg + S.

    In der Ausstellung im Rahmen der Aktion "1000 Bilder gegen den Krieg" präsentierte ich erstmals eigene Bilder und Objekte.