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    Collagen

  • Die Bilder habe ich über die Zeit unterschiedlichen Themen gewidmet.

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    Mit Pauken und Trompeten geht die ak­tu­el­le Po­li­tik der Auf­rüs­tung und der all­ge­ge­wär­ti­gen Mi­li­ta­ri­sie­rung der Ge­sell­schaft ein­her, flan­kiert von Be­dro­hungs­lü­ge und Russo­pho­bie. Mit Pau­ken und Trom­pe­ten wird die­se Po­li­tik en­den, ent­we­der mit ei­nem Krieg, der al­les aus­löscht, oder mit ei­nem Sieg der Vernunft.

    Schon lange vor dem Ukrainekrieg hat ei­ne dä­mo­ni­sie­ren­de Feind­bild­pro­pa­gan­da ge­gen al­les Rus­si­sche ein­ge­setzt. Sie knüpft an un­se­li­ge his­to­ri­sche Tra­di­tio­nen an, die sich vom Ers­ten Welt­krieg über die Na­zi­pro­pa­gan­da ge­gen die an­geb­li­che „jü­disch-bol­sche­wis­ti­sche Welt­ver­schwö­run­g“ bis zum Kal­ten Krieg zieht und jetzt wie­der voll im Schwange ist.
    (Zitat: Initiative ‚Nie wieder Krieg‘, gefunden auf » )

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    "Der Schlaf der Vernunft": Sind die von uns ge­wähl­ten Ent­schei­dungs­trä­ger in ei­nen Tief­schlaf der Ver­nunft ge­fal­len? Je­den­falls hal­ten sie nicht hin­rei­chend Scha­den von ih­rem Volk ab, wo­zu sie sich ver­pflich­tet ha­ben. Sie ver­sa­gen dar­in, ei­ne Frie­dens­ord­nung zu ge­währ­leis­ten, das Kip­pen des Kli­mas zu ver­hin­dern, Flucht­ur­sa­chen zu be­kämp­fen. Sie ge­hen ein Welt­kriegs­ri­si­ko ein. Und nicht ein­mal den Aus­gleich zwi­schen Ost und West be­kom­men sie hin. Daniela Dahn: Sie selbst sind der Rechtsruck. (Quelle: Rowohlt Verlag)

    Daniela Dahns Buch „Der Schlaf der Vernunft“ über Kriegs­kli­ma, Na­zis und Fakes hat mich zu die­sem Bild in­spi­riert. Die Au­to­rin nimmt Be­zug auf ein Werk von Fran­cis­co de Go­ya mit dem Ti­tel „El sueño de la razón produce monstruos“ (dt. Der Schlaf der Ver­nunft er­zeugt Un­ge­heu­er), das auf die dunk­len Sei­ten der mensch­li­chen See­le und der Ge­sell­schaft hin­weist, wenn Ver­nunft und kri­ti­sches Den­ken der Ir­ra­tio­na­li­tät wei­chen. In An­leh­nung dar­an ha­be ich Mons­ter in das Bild mon­tiert und ih­nen Schlag­wor­te aus der ak­tu­el­len De­bat­te über Auf­rüs­tung, ge­prägt von der mitt­ler­wei­le all­ge­gen­wär­ti­gen Kriegs­rhe­to­rik, zu­ge­ord­net. Den Hin­ter­grund bil­den his­to­ri­sche Zei­tungs­aus­schnit­te aus den Jah­ren 1950 und 1989/90. Das Gan­ze gip­felt in dem von den Mo­bil­ma­chern ge­for­der­ten Umdenken und als Fol­ge in der Wie­der­ein­füh­rung der Wehrpflicht.

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    Gerechter Frieden in Palästina und Israel: Diese di­gi­ta­le Col­lage ist eine Adap­tion des Ge­mäl­des "Guernica" von Pablo Picasso (1937) mit sei­ner de­tail­lier­ten Dar­stel­lung ei­ner grau­sa­men, dra­ma­ti­schen Si­tua­tion. Es war Picassos Re­ak­tion auf die deut­sche Luft­bom­bar­die­rung der na­mens­ge­ben­den Basken­stadt. Sein Ge­mäl­de ist ein Plädoyer ge­gen die Bar­ba­rei und den Schrecken des Krieges. Ein Bild des Ori­gi­nals mit einer Größe von ca. 350 x 777 cm fin­dest Du auf einer Web­sei­te des » 

    Zu meiner Arbeit hat­te mich das Mural "Free Palestine" des spa­nischen Künst­lers Alexander Carballo in­spi­riert. Des­sen Guernica-Wand­bild in den Far­ben Palästinas aus 2024 be­fin­det sich an ei­ner Sport­an­la­ge in Puerta de la Cruz auf Teneriffa: zu sehen unter Fo­to­gra­fie im Ord­ner »

    Neben den Far­ben Palästinas ha­be ich auch Text­pas­sa­gen aus Nach­rich­ten über ei­nen Eklat zur Ber­li­na­le 2024 ver­wen­det. U.a. hat­te der is­ra­elische Regis­seur Yuval Abraham (»No Other Land« ge­mein­sam mit dem pa­lästi­nen­si­schen Fil­me­ma­cher Basel Adra) von Apartheid im West­jor­dan­land ge­spro­chen. Die Re­ak­ti­onen zahl­rei­cher deutscher Po­li­ti­ker sind in mei­nen Au­gen ty­pisch für den in Deutsch­land "of­fi­ziel­len" Um­gang mit den Themen Gaza-Krieg und Palästina: Kri­tik am Vor­ge­hen Israels wird hier­zu­lande gern in die Nä­he von Israel­feind­lich­keit und Anti­semi­tismus gerückt.
    - Staats­räson versus Mei­nungs­freiheit -

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    war Anfang 2025 eine Übung, um die Arbeits­wei­se Picassos an ei­nem Bei­spiel zu stu­die­ren und im De­tail di­gi­tal nach­zu­voll­zie­hen. Da die ori­gi­nal ver­wen­de­ten Muster na­tür­lich nicht zur Ver­fü­gung stan­den, ha­be ich mit ei­ni­gem Auf­wand nach ähn­li­chen ge­sucht und diese in Form und Farb­stim­mung an­ge­passt.

  • Das im Winter 1937/38 ge­schaf­fene Monu­men­tal­werk "Femmes à leur toilette" weist auf­grund sei­nes For­mats und sei­ner plastischen Be­hand­lung eine di­rek­te Ver­bin­dung zu "Guernica" auf, für das Picasso auch ei­ne Zeit lang die Ver­wen­dung von Col­la­gen aus Papier in Er­wä­gung zog. Nach­dem er jetzt eine große Menge ge­blüm­ter Papiere ge­sam­melt hat­te, schnitt er die Klei­der der Frauen da­raus aus, aber auch ihre Hän­de, ihre Ge­sich­ter, al­le Ele­men­te des Ge­mäl­des. In An­leh­nung an Matisses aus­ge­schnit­tene Gouachen zeich­net Picasso di­rekt mit sei­ner Schere in die ver­schie­den­far­bigen Muster, die er auf­grund ihrer Be­deu­tung aus­gewählt hat. Zie­gel­gemuster­tes Pa­pier wird ver­wen­det, um den Hinter­grund der Wand dar­zu­stel­len, Kunst­holz für den Par­kett­bo­den und den Spie­gel­rahmen, Blumen für die Blumen ... (Quelle: Musée national Picasso-Paris)

    Ein Bild des Ori­gi­nals mit einer Größe von 299 x 448 cm und ein Kom­men­tar an­läß­lich der Aus­stel­lung "Picasso und Papier" in Lon­don 2020 fin­dest Du auf einer Web­sei­te des » 

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    war Anfang 2022 meine Reaktion auf den Krieg in der Ukraine. Es ist eine über­arbei­tete Ver­sion des Bildes 06 (Irak-Krieg 2003). ist die Übersetzung von "Nicht einverstanden" ins Ukrainische.

  • "Nicht ein­ver­stan­den" ist der Ti­tel eines Lie­des von H.R. Kunze, ver­öf­fent­licht im Jahr 1982. Der Text ist heu­te noch so ak­tuell wie ehe­dem (Auszug):

    Nicht einverstanden, daß jetzt immer öfter
    ein Wort wie Krieg auf trockne Lippen kommt.
    Macht euch nichts vor, er hat doch längst begonnen,
    vielleicht ist das Gehirn schon ausgebombt.


    Den Text des Liedes hatte ich 2003 in einer Col­lage ver­ar­beitet. Es war eine Arbeit, die für das von einem ameri­ka­nischen Künst­ler und mir ini­ti­ierte » : "1000 Bil­der ge­gen den Krieg" ent­stand. In der gleich­nami­gen Aus­stel­lung prä­sen­tier­te ich seiner­zeit erst­mals eigene Bil­der und Objekte.

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    Kommunismus - Aber Blut ist immer noch rot: bezieht sich einerseits auf das bekannte Zitat von Lenin (1920) Kommunismus - das ist Sowjet­macht plus Elek­tri­fi­zie­rung des Landes, der Drei­groschen­oper (B. Brecht) ent­stammt das Zitat aus dem Kanonen­song Aber Blut ist immer noch rot.

    Das Lenin-Mo­nument im Hinter­grund ent­stammt einem Bild von dem Denk­mal, das früher auf dem Lenin­platz stand - heute Platz der Ver­ein­ten Na­tionen; im Vor­der­grund: eine ver­frem­dete Foto­grafie vom Lenin-Denk­mal vor dem Kom­man­danten-Haus in Wünsdorf.

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    Diese digitalen Arbeiten ent­standen zwischen 2003 und 2026.

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